In 30 Sekunden
- AI Maturity & Benchmarking: Der AI Hub Switzerland und die ZHAW bauen eine Standortbestimmung für KMU, mit Vergleich zur eigenen Branche. Interesse lässt sich jetzt anmelden.
- KI ist Chefsache. Ob ein Betrieb KI nutzt, entscheidet sich auf der Traktandenliste der Geschäftsleitung, nicht in der IT. Plus: lässt sich Ihr ERP an KI anbinden?
- Claude Sonnet 5.5 ist schneller und günstiger als der Vorgänger und stark bei Dokumenten und Tabellen.
- OpenAI zeigt neue Agenten. Für Pro-Kunden in der Schweiz sind sie zum Start nicht verfügbar.
- Werkstatt: Unsere neue Website läuft seit heute bei Infomaniak in der Schweiz. Dazu: unsere Partnerschaft mit Benetics AI und ein Workshop, in dem Ihr Team selbst baut.

Hallo zusammen. Diese Ausgabe kommt eine Woche später als geplant, und das hat einen guten Grund: Wir haben heute Morgen unsere neue Website live geschaltet, gebaut von Team KAi, gehostet in der Schweiz. Mehr dazu in der Werkstatt. Im Zentrum steht aber eine Frage, die ich in fast jedem Gespräch höre: Wo stehen wir eigentlich mit KI? Darauf gibt es bald eine wissenschaftlich abgestützte Antwort.
Die grosse Sache
Wo steht Ihr Betrieb bei KI? Eine Standortbestimmung, mit der die Geschäftsleitung arbeiten kann.
Eine Standortbestimmung kann auf zwei Arten ins Leere laufen. Ist sie zu aufwendig, findet sie nicht statt. Ist sie zu leicht, sagt sie nichts aus. «AI Maturity & Benchmarking» vom AI Hub Switzerland ist bewusst dazwischen gebaut: schlank genug für ein KMU neben dem Tagesgeschäft, tief genug für die Geschäftsleitung. Die Methodik und die Auswertung liegen bei der ZHAW.
Vier Schritte führen zum eigenen Kompass. 1. Online-Selbstbewertung: ein Fragebogen entlang von sieben Stufen, von der Strategie über die technischen Grundlagen bis zur Weiterentwicklung der Organisation. Die Fragen sind nach Branche kalibriert, damit ein Handwerksbetrieb nicht an den Massstäben einer Bank gemessen wird. Idealerweise antworten mehrere Personen aus Geschäftsleitung und Betrieb. 2. Vertiefung im Gespräch (freiwillig): Interviews prüfen die Selbsteinschätzung. 3. Report und Kompass: der Reifegrad je Stufe, die grössten Lücken, der anonyme Vergleich mit Firmen derselben Branche und Grösse und die nächsten sinnvollen Schritte. 4. Wiederholung nach 6 bis 12 Monaten: Sie sehen den eigenen Fortschritt, auch im Vergleich zur Branche.
Vergleichswerte fliessen nur anonymisiert in den Benchmark ein. Kein Unternehmen sieht die Daten eines anderen. Die erste Erhebung startet in Kürze, Interessierte werden persönlich informiert.
Was heisst das für Ihren Betrieb?
- KI ist Chefsache. Ob KI im Betrieb etwas bringt, ist keine Frage der Software, sondern des Geschäftsmodells: Welche Arbeit fällt weg, welche Leistungen werden möglich, wo verschieben sich die Margen? Das gehört auf die Traktandenliste von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, nicht auf die Projektliste der IT. Die IT ist dabei unverzichtbar, als Ermöglicherin. Mehr dazu in meinem Beitrag «KI ist Chefsache, nicht IT-Sache».
- Erst messen, dann entscheiden. Eine Standortbestimmung gibt der Diskussion eine gemeinsame Grundlage. Statt «Wir sollten etwas mit KI machen» heisst es dann: «Bei den Abläufen sind wir schwach, bei den Daten gut aufgestellt, und die Branche ist uns hier ein Stück voraus.»
- Darüber reden? Velox-KAi ist Teil des Hub-Netzwerks. Wenn Sie wissen möchten, ob die Standortbestimmung für Ihren Betrieb passt, oder was Sie mit einem Ergebnis anfangen: 30 Minuten mit Matthias, kostenlos und unverbindlich.
Quelle: AI Hub Switzerland: AI Maturity & Benchmarking, Interesse anmelden
Kurz notiert
Was die Grossen diese Wochen gemacht haben
Claude Sonnet 5.5: schneller und günstiger
Anthropic hat am 28. September Claude Sonnet 5.5 veröffentlicht: laut Anthropic über 30 Prozent schneller und für die meisten Aufgaben bis zu 30 Prozent günstiger als der Vorgänger, mit Stärken bei Dokumenten, Präsentationen und Tabellen. Eine Woche davor kam das Spitzenmodell Opus 5.5, ebenfalls schneller und günstiger.
Für KMUMehr Leistung für weniger Geld, das spüren vor allem Betriebe, die Claude täglich für Offerten, Protokolle oder Auswertungen nutzen. Für Kundendaten gilt wie immer: erst ein Business-Konto und eine kurze Datenschutz-Prüfung.
OpenAI: neue Agenten, für Pro-Kunden aber nicht in der Schweiz
Am 29. September hat OpenAI über 20 Neuheiten gezeigt, darunter das Modell GPT-6.1 und «dots», Agenten, die im Hintergrund weiterarbeiten. Die dots kommen schrittweise für Pro- und Business-Premium-Kunden. Für Pro-Abos sind der EWR, die Schweiz und Grossbritannien zum Start ausdrücklich ausgenommen. Für Business-Abos gibt es neue Team-Funktionen, etwa ChatGPT direkt in Slack und Teams.
Für KMUDie Agenten, über die alle reden werden, kommen für Pro-Kunden in der Schweiz später. Kein Grund zur Eile. Die Team-Funktionen im Business-Abo sind dagegen jetzt nutzbar und für Büros mit mehreren Personen interessanter.
Quelle: OpenAI DevDay, 29. September · ChatGPT Release Notes zu dots (Englisch)
Microsoft kündigt einen neuen Copilot an, mit Agent «Autopilot»
Am 25. September hat Microsoft einen neuen Copilot vorgestellt: «Home» bündelt Chat und Word, Excel und PowerPoint, «Code» baut kleine Apps ohne Programmieren, «Autopilot» arbeitet als Agent selbständig an Aufgaben. Home und Code kommen «in den nächsten Wochen» über ein Vorab-Programm, Autopilot ist erst in einer geschlossenen Testphase.
Für KMUAngekündigt heisst noch nicht verfügbar. Wer Microsoft 365 nutzt, muss jetzt nichts tun. Lohnend ist aber, schon heute festzulegen, welche Daten ein Agent später sehen darf und welche nicht.
Schweizer Blick
Was in der Schweiz läuft
Viel Nutzung, wenig Wirkung: 28 Prozent der Schweizer Angestellten nutzen KI täglich
Die Studie «Hopes and Fears 2026» von PwC (29. September, rund 1000 Befragte in der Schweiz) zeigt: 28 Prozent nutzen generative KI täglich, mehr als weltweit (22 Prozent). Aber nur 10 Prozent sehen eine bessere Qualität ihrer Arbeit, und nur 19 Prozent wissen, welche Fähigkeiten künftig gefragt sind.
Für KMUDas passt zum Hauptthema: Nutzung allein bringt wenig. Wirkung entsteht, wenn die Führung sagt, wofür KI eingesetzt wird, und die Leute dafür schult.
Quelle: PwC Schweiz, 29. September
Infomaniak ist an der Börse und investiert in Schweizer KI
Seit dem 1. Oktober ist der Genfer Cloud-Anbieter Infomaniak an der SIX kotiert. Das Geld fliesst laut Infomaniak in neue Rechenzentren in der Schweiz, in Personal, Entwicklung und künstliche Intelligenz. Die Mehrheit der Stimmrechte bleibt bei der Infomaniak-Stiftung.
Für KMUFür Betriebe, die ihre Daten in der Schweiz halten wollen, wird die Auswahl an Schweizer Angeboten grösser. Auch wir hosten unsere Website seit heute bei Infomaniak (siehe Werkstatt).
AI Hub Switzerland Corner · Mitmachen
Seien Sie bei der ersten Erhebung dabei.
Die Standortbestimmung aus dem Hauptthema startet in Kürze. Wer Interesse anmeldet, wird zum Start persönlich informiert. Neue Hub-Anlässe sind noch nicht publiziert. Wer den Kalender abonniert, erfährt es zuerst.
AI Hub Switzerland ist eine gemeinnützige Initiative, die Schweizer KMU vom KI-Interesse zur messbaren Nutzung führt, mit Partnern wie ZHAW, ETH AI Center und Technopark. Velox-KAi ist Teil des Netzwerks.
Tool der Ausgabe
Euria
Euria schreibt, korrigiert und übersetzt Texte, fasst Dokumente zusammen, sucht im Web, transkribiert Sitzungen und Sprachaufnahmen und durchsucht auch gescannte PDFs. Wer kSuite nutzt, hat Euria direkt in Mail, Chat und Ablage.
Handwerk
Die Notizen von der Baustellenbegehung werden diktiert und kommen als sauberes Protokoll zurück.Immobilien
Ein langes Reglement wird auf die fünf Punkte zusammengefasst, die Mieterinnen wirklich interessieren.Treuhand
Eine Mandantenmail auf Französisch wird übersetzt und eine Antwort entworfen, ohne dass Daten die Schweiz verlassen.Unser Urteil: Für Alltagstexte und Zusammenfassungen eine solide Wahl, besonders wenn Sie Daten in der Schweiz halten müssen. Bei kniffligen Analysen sind die grossen Modelle von Anthropic oder OpenAI meist noch stärker. Testen Sie Euria mit Ihren eigenen Aufgaben, die Gratis-Version reicht dafür.
Link: euria.infomaniak.com
Auch einen Blick wert
- Proton Lumo: vertraulicher KI-Chat aus Genf, Gespräche verschlüsselt. Gratis-Version verfügbar.
- Sunrise Business AI Assistant: KI-Assistent für Firmenwissen, Daten in der Schweiz, laut Fachpresse ab CHF 7.90 pro Person und Monat.
ERP-Check
Lässt sich Ihr ERP an KI anbinden?
Abacus, bexio, Sage, Business Central: Fast jedes KMU arbeitet mit einem ERP. Ob sich eine KI daran anschliessen lässt, hängt vom System ab. Unsere Studie «ERP-Landschaft Schweizer KMU 2026» zeigt: Nur vier Systeme haben heute einen offiziellen Anschluss für KI-Assistenten, bei vielen anderen geht es mit etwas Betreuung, bei manchen nur über den Belegfluss.
Der ERP-Check auf unserer Website gibt Ihnen in zwei Angaben eine ehrliche Antwort für Ihr System. Er läuft nur in Ihrem Browser, es wird nichts gesendet und nichts gespeichert.
Partnerschaft
Einmal gesprochen, überall erledigt: Benetics AI und Velox‑KAi.
Velox-KAi ist offizieller Ambassador von Benetics AI aus Zürich. Mit Benetics spricht der Monteur den Rapport auf der Baustelle ins Handy, in seiner Sprache, und die App macht daraus einen fertigen Bericht mit Foto und Position im Plan. Laut Benetics arbeiten über 400 Betriebe damit, und ein Regiebericht dauert statt elf Minuten noch eine.
Die Aufteilung ist einfach: Benetics erfasst auf der Baustelle, wir kümmern uns um alles, was danach im Büro passiert. Der Bericht kommt ins ERP oder in die Buchhaltung, aus den Stunden wird ein Rechnungsentwurf, und einmal im Monat sehen Sie, welche Baustelle trägt. Den Datenschutz klären wir schriftlich, bevor Berichte in Ihr Büro übernommen werden.
Offenlegung: Velox-KAi ist offizieller Ambassador von Benetics AI und kann von Empfehlungen profitieren. Zahlen aus dem Faktenblatt von Benetics AI für Partner, Stand 23. September 2026.
Aus der Velox-Werkstatt
Unsere Website ist umgezogen: in die Schweiz, heute Morgen um halb neun.
Unsere neue Website hat Team KAi in den letzten Wochen gebaut, Matthias hat entschieden und geprüft. Seit heute läuft sie bei Infomaniak in Genf, statt wie bisher bei einem ausländischen Baukasten-Anbieter. Die Formulare, die Anmeldung zu diesem Newsletter und die Terminbuchung haben wir direkt nach dem Umschalten mit echten Anfragen getestet.
- ProbeDie neue Website lief zuerst unsichtbar auf dem neuen Server, mit allen Prüfungen, bevor wir umgeschaltet haben.
- Prüfung150 automatische Tests vor jedem Hochladen, und eine zweite KI prüft jede Änderung, bevor sie freigegeben wird.
- RückwegDie alte Website läuft noch zwei Wochen weiter. Zurückschalten würde zehn Minuten dauern.
- StandLive, in der Schweiz, ohne Tracking-Cookies.
Lehre für Sie: Planen Sie bei jedem Wechsel, ob Website, Buchhaltung oder Telefonie, den Rückweg gleich mit. Dann ist der Umzug selbst kein Wagnis mehr.
Hinter den Kulissen: Team KAi
Ein Team, eine Website, und ein Gegenleser für jede Zeile.
Die neue Website ist die grösste Arbeit, die Team KAi bisher gemacht hat: Texte, Design, Datenschutz, Tests auf Handy, Tablet und Computer. Dabei gilt eine feste Regel: Wer etwas baut, gibt es nie selbst frei. Jede Änderung prüft ein zweiter Agent, bevor sie online geht. Und was live geht, entscheidet ein Mensch.
Diesmal im Einsatz
Eva
Hat die Datenschutzerklärung Satz für Satz gegen die Wirklichkeit geprüft. Eine Angabe zur Speicherdauer stimmte nicht. Jetzt steht dort, was wir tatsächlich wissen.
Robin
Hat jede Seite auf Handy, Tablet und Computer durchgeklickt und die Fehler gefunden, bevor Sie sie sehen.
Team KAi arbeitet, Matthias entscheidet. So bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört.
Was wir sonst machen
Drei Wege, KI anzufassen, bevor Sie etwas Grosses entscheiden.
Nicht jeder Betrieb braucht zuerst ein Automatisierungsprojekt. Neben der laufenden Begleitung bieten wir drei Angebote mit klarem Umfang und klarem Ende. Diesmal stellen wir eines vor:
Vibe-Coding-Workshop
Teams von 4 bis 10 Personen · 4 Stunden · bei Ihnen oder in Meilen
Vibe Coding heisst: beschreiben, was man will, und die KI baut es. In vier Stunden baut jedes Teammitglied eine kleine Anwendung für ein eigenes Alltagsproblem, etwa einen Stundenrapport, einen Ferienplaner oder einen Offertrechner. Niemand muss programmieren können. Am Ende weiss das Team, was KI kann, was nicht, und was davon in den Betrieb darf. Mehr zum Workshop →
Website auf Vordermann
Gemessen, nicht geraten, dann gezielt verbessert: gefunden werden, Vertrauen, Anfragen. Mehr →
Workflows agentisch automatisieren
Mit Claude Cowork einen echten Ablauf aus dem Alltag automatisieren, und lernen, wo die Grenze liegt. Mehr →
Klartext
Ein Benchmark ist ein Vergleichswert: Wie steht mein Betrieb im Verhältnis zu ähnlichen Betrieben? Bei der KI-Standortbestimmung heisst das: gleiche Branche, ähnliche Grösse, anonym.
Der Wert liegt nicht in der Rangliste, sondern in der Frage dahinter: Wo sind andere schon weiter, und lohnt es sich für uns, dort aufzuholen?
Und jetzt Sie
Wo steht Ihr Betrieb bei KI, und was wäre der nächste sinnvolle Schritt?
Wir schauen in 30 Minuten gemeinsam hin: was Sie heute schon nutzen, wo eine Standortbestimmung hilft und was sich zuerst lohnt. Kostenlos und unverbindlich, mit Matthias persönlich.
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